Einleitung

„Handwerkliches Brauen macht Spaß und bringt Erfolg!“

Die Basisvorgänge bei der Bierherstellung  anschaulich durchführen können – aber nicht provisorisch in der Küche, sondern handwerklich mit guter technischer Ausstattung – das war unsere Idee! 
 
Die Anlage besteht aus 2 Edelstahlbehältern, fertig in einem fahrbaren Edelstahlrahmen aufgehängt und abnehmbar, mit Rührwerk, Dunstabzugsdeckel und Gasheizung.
Die Ausgangsprodukte wie Fertigmalz, Hopfenpellets und Hefe können über heimische Mälzereien und Brauereien, über uns oder den Fachhandel bezogen werden.
 
Beim Mälzen wird die Gerste eingeweicht und Blatt – bzw. Wurzelkeim des Korns beginnen zu wachsen.
In dieser Phase werden Enzyme gebildet und aktiviert, die bei der Würzebereitung zum Umwandeln der Stärke in vergärbaren Zucker benötigt werden.
 
Das Darren (Trocknen) des Grünmalzes bringt auch Geschmacks– und Farbstoffe mit ins Fertigmalz.
Das fertige Malz wird in einer handelsüblichen Getreide- oder Schrotmühle geschrotet. In dem Maischebehälter (Inhalt ab 50 l) aus Edelstahl mit leistungsstarkem Rührwerk wird das geschrotete Malz mit Leitungswasser gemischt – den Vorgang bezeichnet man als „Maischen“!
Der gut regulierbare Gasbrenner erlaubt es, die zur Verzuckerung notwendigen Maischetemperaturen genau einzuhalten (mit Infusionsverfahren 58, 63, 72, später 77 ° Celsius), gesamte Maischzeit ca. 100 – 120 min. 
Beim Maischevorgang wirken die während des Mälzen gewonnenen Enzyme und verwandeln das Mehl des Malzkorns in Zucker, die später durch die Hefe vergärt werden.
Der Verzuckerungsprozess wird visuell beobachtet und gegen Ende mittels einer Jodprobe kontrolliert.
Nach der Verzuckerung wird auf 76° C aufgeheizt und in den mit Wasser vorgewärmten Läuterbottich „abgemaischt“.
 
Über einen speziellen Siebboden aus Metall wird die Würze „abgeläutert“. Das bedeutet, dass hierbei die flüssigen Bestandteile der Maische (Würze) von den festen getrennt (Kornspelzen etc.) werden.
Der auf dem Siebboden liegende „Treberkuchen „ filtriert dabei die Maische, wird anschließend aufgehackt und mit Warmwasser weiter ausgelaugt, um möglichst alle Zucker aus der Maische zu gewinnen. 
Die so gewonnene Würze wird im nun leeren Maischbehälter mit Hopfen versetzt und ca. 70 – 90 Min gekocht.
Üblicherweise finden hierbei Pellets Verwendung, die bereits von unwichtigen Bestandteilen der Hopfendolden befreit sind und sehr leicht dosiert werden können.
 
Der Kochvorgang wird erst beendet, wenn die Stammwürze die gewünschte Prozentzahl erreicht hat (Vollbier ca. 12 – 13 %).
Diese Stammwürze ist sozusagen der Zuckergehalt des Bieres vor der Gärung und bestimmt somit Stärke und Alkoholgehalt des fertigen Bieres (Stammwürze / 3 = ungefähre Alkohol - % des fertigen Bieres)! Ermittelt wird sie durch Spindeln mit mitgelieferten Sacharometern!  
1 - oder 2 Hopfengaben während des Kochvorganges betonen je nach Biertyp das Hopfenaroma und bestimmen die Bittere des Bieres (Pils, Hell usw.). Außerdem wirken sich die Hopfeninhaltsstoffe positiv auf den Schaum und die Haltbarkeit aus. 
 
Das Abkühlen der fertigen Heißwürze auf ca. 8°C erfolgt über einen Wärmetauscher im Gegenstrom mit Kaltwasser.
Die abgekühlte Würze wird dann sofort mit ca. ½ l. dickbreiiger, untergäriger Hefe aus der Brauerei intensiv vermischt, wodurch die Gärung eingeleitet wird. Der Malzzucker wird dabei in Alkohol und Kohlensäure „vergoren“!
Die Hefe ist ein allgegenwärtiger Sporenpilz, für die Bierherstellung werden aber wegen des Geschmacks spezielle Heferassen  in Reinzucht verwendet! Man unterscheidet obergärige und untergärige Hefe zur Herstellung von ober – und untergärigem Bier!
Als Gärbehälter werden lebensmittelechte Kunststoffbehälter verwendet, die für den kurzfristigen Transport auch geschlossen werden können. 
Die Gärungs – und Reifeprozess bei ca. 12 – 14°C wird bei offenem Gärbehälter ständig durch Spindeln des Jungbieres beobachtet und protokolliert.
Nach ca. 5 Tagen „Hauptgärung“ wird das „Jungbier“ mit ca. 3,5 – 4% Restextrakt aus der ursprünglichen Stammwürze , ermittelt wiederum durch Spindeln, auf Bügelverschlussflaschen oder Bierfässer abgefüllt.
Bei der Nachgärung in der Flasche oder im Fass entsteht durch die Gärung weiter Kohlensäure, die sich auf natürlicher Weise im Bier bindet und nach geschmacklicher Reifung den prickelnden, vollendeten Geschmack sichert. 
 
Nach ca. 2-4 Wochen Kaltlagerung im Kühlschrank bei 0-4°C ist das Bier zum Genießen fertig! 
Für eine gute Nachgärung bedankt sich das Bier mit einem schönen „PLOPP“ beim Öffnen der Flasche!
In der Flasche (Fass) setzt sich die Hefe im Laufe der Nachgärung am Boden ab und bleibt bei ruhigem Ausschank ins Glas in der Flasche zurück. 
Unser Bier klärt sich nur auf natürlicher Art und wird  original und unfiltriert getrunken! 
Die Standardvariante arbeitet mit einem Malzeinsatz von ca. 7 kg und ca. 80 – 100 g Hopfenpellets, womit ca. 30 l Bier mit einer Charge  produziert werden ! 
 
Das Brauen von obergärigen Bieren wie z.B. Weißbier ist dem beschriebenen Verfahren sehr ähnlich, wird aber mit einem Anteil von Weizenmalz gemaischt und mit obergäriger Hefe bei etwas anderen Temperaturen vergoren!
Die Kesselgrößen können nach Wunsch in verschiedenen Volumina geliefert werden, wobei jedoch die Kühlschrankgröße bei der Gär – und Lagerung als begrenzender Faktor zu beachten ist! 
 
Der Verwirklichung von individuellen Bierideen steht somit unter Mithilfe der Produzenten sowie den vielschichtigen Rezeptangeboten im Internet oder der einschlägigen Fachliteratur nichts mehr im Wege!
Ob Voll– oder Schankbier, ob Bock–oder Weißbier – jeder kann seinen Lieblingsbiertyp brauen – rein ökologisch! 
 
EINHEITSBIER  ADE – diese Devise hat in Amerika das Heimbrauen so populär gemacht! 
 
Reines Bier selbst herstellen, kompromisslos nach dem deutschen Reinheitsgebot von 1516 gebraut, mit natürlichen Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und sanftem Alkohol, für Freunde gekonnt serviert und gemeinsam getrunken, bringt Spaß, Genuss und Schwung und ist gesund! 
 
Mit der Ausrüstung von MYBEER können alle Bierwünsche mit professioneller Brauereitechnik verwirklicht werden. Der ambitionierte „Heimbrauer“ hat ein damit eine ausbaufähiges Equipment zur Hand, das er mit Geschick und Interesse nach seinen Vorstellungen nutzen kann!
 
Das eigene Öko -  Bier zur Party – für den überzeugten Heimbrauer mehr als nur ein Gag, sondern Freude und Genuss pur!